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Das Leben in einer französischen Familie (8.-14.5.2017)

Das Leben in einer französischen Familie (8.-14.5.2017)

Geschrieben von Linus Happe und Beck Hannemann, S2, am Donnerstag, 01. Juni 2017

Frankreich hat gewählt. Macron gewinnt, Le Pen verliert. Glück gehabt! Mit diesem erleichternden Ergebnis im Rücken konnten wir, Jannis, Jussi (beide 8. Klasse), Linus und Beck (beide S2), uns mit guten Gewissen und viel Vorfreude auf nach Agen, Frankreich machen. Dort wurden wir für 6 Tage in Gastfamilien aufgenommen, um den anderen Teilnehmern aus Spanien, Italien und natürlich Frankreich unsere Projekte zum Thema „The Art of Recycling“  vorzustellen. 

Trotz der langen Schultage, von 8 Uhr bis 18 Uhr, verbrachten wir eine sehr schöne und aufregende Woche. Das lag vor allem an unseren Gastfamilien, welche uns, trotz einiger kultureller Unterschiede, die uns im Verlaufe der 6 Tage aufgefallen sind, sehr herzlich und familiär aufgenommen haben.

Der erste Unterschied fiel uns bereits bei dem Empfang am Bahnhof in Agen auf. Statt mit typisch deutschem Händeschütteln wurde man offenherzig  mit zwei Küsschen auf die Wange begrüßt. Beim ersten Kennenlernen und „smalltalk“ im Auto fiel dann schon der nächste Unterschied auf. Trotz Vorwarnung seitens unserer Lehrerinnen, war es doch ganz schön überraschend, wie es um die Englischkenntnisse der Franzosen stand. Meistens sind Klischees ja übertrieben und weit hergeholt, doch was das „Englisch“ der Franzosen angeht, kann man dies wirklich nicht behaupten. Mit viel Hand und Fuß, immer einem breiten Lächeln im Gesicht und einigen Bruchteilen an Englisch, meistens im Präteritum, kamen dann doch noch immer wieder sehr nette Gespräche zustande. Schwierig war’s trotzdem.

 Zuhause angekommen, gab es, wie an jedem anderen Abend auch, sehr viel und sehr leckeres Essen. Wichtig war dabei, dass man immer mit der ganzen Familie zusammen am Tisch saß. Das Essen bestand immer aus drei Gängen. Auf einen bereits sehr sättigenden Salat folgte ein herzhaftes Hauptgericht, nach welchem man eigentlich schon längst satt war. Doch zu einem, wie alles andere auch, selbstgemachten und leckeren Nachtisch konnte man dann doch nicht nein sagen.

Etwas schade war, dass unsere Gastgeschwister alle sehr behütet aufwachsen und es, nicht wie hier, eine absolute Seltenheit war, wenn man sich nachmittags mal mit Freunden getroffen hat. Dazu kommt noch, dass man überall von den Eltern mit dem Auto hingefahren und abgeholt wird.

Trotzdem war es eine sehr schöne Woche, in der wir neue Freunde getroffen, viel über Land und Leute gelernt haben und dabei natürlich auch viel Spaß hatten. 

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