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ERASMUS+ - Unsere tolle Reise nach Venedig!

ERASMUS+ - Unsere tolle Reise nach Venedig!

Geschrieben von Anja v. Seth & SchülerInnen am Dienstag, 16. April 2019

Am letzten Märzferientag war es endlich soweit. Frau Ahlers, 8 Schüler/innen der Klassenstufen 9, 10 und 12 und ich durften die einwöchige Lernmobilität nach Venedig antreten.

 

Lange zuvor hatten sich die Schülerinnen mit Kreuzfahrttourismus, Hochwasserschutz und Klimawandel beschäftigt. Eine dritte Gruppe forschte darüber, wie die Stadt Hamburg durch den Handel über den Hafen reich geworden ist. Bis zuletzt wurde an den Präsentationen gefeilt, die zudem auf Englisch gehalten werden mussten. In internationalen, thematisch gebundenen Arbeitsgruppen wurden jeweils gemeinsame Präsentationen erstellt, aus welchen hervorging, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede unsere vier Städte - Barcelona, Venedig, Hamburg und Stockholm – haben. Auch der erste Teil eines vierteiligen Dokumentarfilms wurde mit diversen Hindernissen in Venedig fertiggestellt. Besondere Highlights waren der Vortrag einer Aktivistin der venezianischen Bürgerinitiative No Grandi Navi sowie der „unterirdische „Besuch des mobilen Hochwasserschutzdamms MOSE, zu dem sonst nur Politiker Zutritt haben.

Bemerkenswert war die Gastfreundlichkeit unserer italienischen Gastfamilien und Kollegen des IIS Benedetti Tommaseo, ebenso die tolle Stimmung unter den einheimischen und angereisten Lehrern und Lehrerinnen. Wir nehmen Sonne im Herzen und schöne Erinnerungen aus Venedig mit, allein zwei Stative sind uns auf der Reise abhandengekommen, wir haben unsere Fußspuren hinterlassen und mancher hat sein Herz verloren… Wenn’s weiter nichts ist…

Wir freuen uns schon auf die nächste Reise nach Barcelona! Danke Erasmus+!

(Anja von Seth, Erasmus+ Koordinatorin)

 

Erasmus+ 2019 - Eine Woche in der versinkenden Stadt

17.00 Uhr am Hamburger Flughafen, es geht los. Mit nicht so viel Wissen, was mich tatsächlich in Venedig erwarten wird, steige ich in den Flieger. Beim Aussteigen merkt man direkt, man ist im Süden. Feucht-warme Luft erdrückt einen, erst recht, wenn man sich an den Hamburger Winter gewöhnt hat. Einige Fragen schwirren durch meinen Kopf: Was machen wir die ganze Woche über? Wie ist meine Gastfamilie? Mit wem werde ich diese Woche die Zeit verbringen?

Nach einer kurzen Busfahrt wurden wir alle herzlich begrüßt, zum Glück habe ich mich mit meinem Host und dem anderen Gast, ein Junge aus Schweden, auf Anhieb gut verstanden. Müde und satt nach einem kleinen Abendessen falle ich ins Bett.

Am nächsten Morgen durfte ich einen der wohl schönsten Schulwege Europas genießen, durch kleine Gassen, über die imposante Rialto-Brücke, an den ersten Touristenschlangen des Tages vorbei drängelnd über die Brücken, welche alle Venedigs Inseln miteinander verbinden. In der Schule angekommen, merkt man direkt, dass der südeuropäische Spirit auch dort existiert. Da war man ausnahmsweise mal echt froh über die Ruhe, welche wir hier in der Schule genießen können… Davon abgesehen ist natürlich die italienische Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit wunderbar!

Zunächst bekamen wir die Aufgabe, zu Hause vorbereitete Präsentationen für einander zu präsentieren und zu einer zusammenzuführen - klingt einfach, war es aber nicht. Die wunderbare Mischung von Menschen aus vier Nationen hat natürlich ganz unterschiedliche Ideen, Vorstellungen und vor allem Sprachen, was die Kommunikation nicht ganz so einfach gemacht hat. Letztendlich ist das ja aber auch eine der „Challenges”, die man als Teilnehmer an so einem Austausch bewältigen muss. Am Ende haben wir es aber doch zu einem wirklich zufriedenstellenden Ergebnis gebracht.

Mein persönliches Highlight waren nicht die Führungen mit teilweisen fragwürdigen Tour-Guides, auch nicht die Präsentationen und deren Vorbereitung, sondern einfach die Gespräche und der interkulturelle Austausch. Es ist so bereichernd, mit Leuten im eigenen Alter aus unterschiedlichen Ländern über einer Pizza, einem Teller Nudeln oder einem Eis über unseren Alltag und die eigenen Interessen zu reden. Wie ist das Leben jeden Tag? Was macht man in Barcelona oder in Stockholm in seiner Freizeit?

Ein schöner Bonus war natürlich der Eindruck, eine Stadt wie Venedig so zu sehen, wie es nur wenige können: Nicht als Tourist, sondern als Gast bei Venezianern zuhause. Es macht so viel aus, keine Karte oder Google Maps beim Schlendern durch die Gassen zu benötigen, sondern einfach den Venezianern hinterherzustratzen und dabei von ihnen zu hören, wie es sich als einer von 50.000 Einwohnern in einer Stadt, die jedes Jahr über 30 Millionen Touristen beherbergt, so eigentlich lebt - und dabei eine Perspektive zu bekommen, warum die Stadt so große Probleme hat.

Die Touris bringen Venedig nämlich nicht nur Einkünfte, sondern auch eine immense Umweltbelastung. Insbesondere durch den Kreuzfahrttourismus fängt die Stadt an, im steigenden Meeresspiegel abzutauchen, das Ökosystem der wunderschönen Lagune wird bedroht und Einwohner müssen ausziehen, um Hotels oder AirBnbs Platz zu machen. Kein Wunder, dass viele Venezianer einen Groll gegen Touristen hegen…

Alles in allem ist so ein Erasmus-Austausch jedoch eine immense Bereicherung, trotz aller sprachlicher Barrieren und Herausforderungen. Eine Stadt mit den Augen zu sehen, wie die Einwohner es tun, Kontakte zu knüpfen und Freundschaften fürs Leben zu schließen ist ein wunderbares Erlebnis. Pizza, Pasta, Gelato bei 20°C und Sonnenschein im März ist einfach toll.  

( Moritz Rübner)

Unsere Erasmus+ Erfahrungen in Venedig

Am allerbesten hat uns die Zeit in der Schule gefallen. Das lag daran, dass wir jeden Tag neue Leute kennengelernt und auch generell sehr viel über den Schulalltag in Venedig erfahren haben.

Außerdem arbeiteten Schüler/innen aller Partnerländer gemeinsam tagsüber an einem Gruppenprojekt, worauf man am Ende auch „mega stolz“ war. Es klappte anfangs nicht immer alles wie gewollt, aber mit der Zeit kannte man den anderen gut genug, um zu wissen, was bzw. wie er etwas meint.

Ab und zu gab es auch kleine Streitigkeiten zwischen einigen Teilnehmern, z.B. weil die Italiener unbedingt ihr Bearbeitungsprogramm zur Erstellung unseres Dokumentarfilms benutzen wollten, welches allerdings, wie sich am Ende herausstellte, nicht verwendbar war, weil ein riesiges Wasserzeichen über dem gesamten Film lag. Aber auch da haben wir gemeinsam eine Lösung gefunden. :)

Eine weitere kleine Herausforderung war die Kommunikation, weil nicht alle auf dem gleichen sprachlichen Level waren, doch auch diese Differenz konnten wir überwinden.

Gerade weil wir beide Mädchen sind, die gerne lachen und Spaß haben, ist uns auch besonders im Kopf geblieben, wie unglaublich lustig die Zeit in Venedig war. Auch die Lehrer/innen waren gut drauf und haben die Zeit genossen. 

Letzten Endes können wir dieses Projekt nur weiterempfehlen und hoffen sehr stark, dass es viele nach uns auch noch mitmachen können, da es eine Erfahrung fürs Leben ist und man mit viel Verantwortung konfrontiert wird, welche einen auf eine gewisse Art ganz sicher prägt.

(von Juli und Viktorija / 10c)

Die Gastfamilie

Während der Woche in Venedig lebten wir in einer Gastfamilie.

Das Leben in einer Gastfamilie ist ganz anders als zuhause: Man lebt mit fremden Menschen zusammen, die eine andere Sprache sprechen, teilt deren Tagesablauf und lernt deren Gewohnheiten kennen.

Diese Vorstellung erscheint einem im Vorwege oftmals ein wenig beängstigend und auch anstrengend. Es lohnt sich aber sich zu überwinden und sich auf dieses Erlebnis einzulassen.

In den ersten Tagen in der Familie war alles sehr fremd: Man kannte sich noch nicht so gut und wusste natürlich nicht, was von einem erwartet wurde und wie man sich verhalten sollte. Diese Unsicherheit legte sich aber schnell, da man viel Zeit zusammen verbrachte.

Es stellte sich heraus, dass man sich viel zu viele Gedanken gemacht hatte, was alles schief gehen und nicht so toll sein könnte: Die Familien waren alle sehr nett und aufgeschlossen – und mindestens genauso aufgeregt wie wir! Lediglich ab und zu gab es Kommunikationsschwierig- keiten, die aber auch nicht wirklich schlimm waren, da man sich irgendwie immer verständlich machen konnte – und wenn auch nur mit „Händen und Füßen“. Dies war teilweise sehr lustig.

Als Gast musste man sich natürlich an die Regeln in der Gastfamilie halten und sich Ihrem Tagesablauf anpassen, was aber nicht allzu schwer war, da die Familien sehr offen damit umgingen.

Im Nachhinein lässt sich sagen, dass man durch das Leben in der Gastfamilie die Stadt und die Kultur besser kennenlernt – nicht nur die touristischen Highlights, sondern auch das Venedig der Einheimischen. Man lernt auch neue Menschen kennen, zu denen man vielleicht noch lange Kontakt halten kann.

(von Kristina)

Der erste Tag in Venedig

So war unser erster Tag: nach ca. 6 Stunden Schlaf mussten ich und Hajra, meine Austauschpartnerin, um 8:00 Uhr in der Schule sein. Gegen ca. 7:30 Uhr verließen wir das Haus auf der schönen Insel Lido, um unser Boot rechtzeitig zur Schule zu bekommen.

In der Schule wurden wir mit einer netten Begrüßung von den italienischen Lehrern empfangen.

Der erste Programmpunkt für diesen Tag war das Vortragen der Präsentationen in den Gruppen. Unser Thema war die Geschichte des Seehandels in Hamburg. Andere Themen waren die Auswirkungen des Kreuzfahrttourismus und der Hochwasserschutz. Nachdem dies mehr oder weniger gut auf Englisch bewältigt war, war auch der Vormittag schon fast vorbei.

Ich habe daraufhin mein erstes Stück italienische Pizza gegessen und es war echt lecker.

Am Nachmittag gab es eine Rallye durch die Stadt. Wir gingen auf die Suche nach einem Fotomotiv, das uns zu unseren Themen vorgeben wurde. Dann mussten wir in den Gruppen das Bild fotografieren, an genau an dem Ort, an dem das Original gemacht wurde.

Da das Wetter ziemlich ungemütlich war, haben wir uns nach vollendeter Arbeit in ein Café gesetzt und Kakao getrunken. Einen krönenden Abschluss des ersten Tages lieferte der venezianische Abend mit allen Schülern und Lehrern, die am Projekt teilnahmen.

(von Luzie)

Die Reise nach Vendig und Präsentationen...

Am Sonntag, den 17. März trafen wir, alle Schülerinnen und Schüler des Venedig Projekts und Frau Ahlers und Frau von Seth am Hamburger Flughafen ein. Wir alle hatten schon Kontakt mit unseren Austauschpartnern aufgenommen und freuten uns sehr auf die Reise. Der Flug verlief wie geplant und sehr entspannt. Nach unserer Ankunft in Venedig fuhren wir mit einem Bus etwa 30 Min. auf die Hauptinsel Venedigs, von wo aus wir von unseren Gastfamilien abgeholt wurden. Am nächsten Morgen trafen sich alle Teilnehmer des Erasmus Projekts und deren Austauschpartner in der Aula der Schule in Venedig. Wir wurden herzlich empfangen mit Musik und einer Wilkommensrede. Danach gingen wir in Gruppen zusammen und präsentierten die zu Hause vorbereiteten Präsentationen. Anschließend setzten wir uns zusammen und schrieben Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den jeweiligen Städten auf, um daraus eine gemeinsame Präsentation zu fertigen.

(von Nina)

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