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Internationales Recht am GA
Foto: B. Stinsmeier

Internationales Recht am GA

Geschrieben von Maike Niemann (11PvG1) am Dienstag, 14. Juni 2022

Vom 04. - 16.05.2022 hatten die Schüler:innen der beiden Politik-Profile die Möglichkeit, einen Einblick in die komplexen Facetten des internationalen Rechts zu erhalten. Referenten verschiedener Hamburger Universitäten vermittelten im PGW-Unterricht sowohl theoretisches Wissen als auch die Anwendung dessen in Form einer Exkursion, einer Bewertung der aktuellen Kriegssituation und eines Planspiels.

Den Anfang machten hierbei Leonard Amaru Feil und Christoph Saake von der Bucerius Law School, die den Schüler:innen zunächst eine prägnante und komprimierte Einführung in das Völkerrecht und die UN gaben. Um in ein so komplexes Thema wie "Völkerrecht" einzuführen, unterteilten die Referenten dieses in die Unterthemen Völkerrechtsquelle, Reglungsgegenstände, Akteure und Gerichtsentscheide und führten dann in einer offenen Interaktion mit uns durch die Teilaspekte. Besonders hervorgehoben wurde hier der Staat als Hauptvölkerrechtsakteur und es wurde gemeinsam eine umfassende Definition des Konzepts "Staat" erarbeitet.

Am darauf folgenden Montag besuchte Felix Bode von der Universität Hamburg das Gymnasium Altona und klärte über die Grundlagen des Seerechts auf und begleitete die Schüler:innen anschließend zu ihrer Exkursion zum in Internationalen Seegerichtshof. Neben einer Führung durch die Räumlichkeiten erwartete die Schüler:innen auch ein Vortrag über die Geschichte, den Aufbau und die Aufgaben der Institution. (Entstehungsdatum: 1996, Amtssprachen: Englisch und Französisch, Aufgaben: Auslegung und Anwendung des Seerechtsübereinkommens bei Streitigkeiten).

Die nächste Unterrichtseinheit wurde erneut von Christoph Saake von der Bucerius Law School geleitet, der dieses Mal das völkerrechtliche Gewaltverbot vorstellte und dieses dann später auf den aktuellen Russland-Ukraine-Konflikt übertrug. Der Fokus lag hier vor allem auf der Geschichte des Gewaltverbots sowie seine Festlegung in der UN-Charta. An Hand der gemeinsam erarbeiteten Kategorien wurde die Konfliktlage analysiert, eingeordnet und ein Urteil gefällt.

Für die letzte Sitzung kam Rebecca Kruse von der Helmut Schmidt Universität ans Gymnasium Altona und führte in den internationalen Menschenrechtsschutz ein, indem sie ein Planspiel zum Thema Klimaschutz vor der UN-Kinderrechtskonvention mit den Schüler:innen durchführte. Hierbei konnte man zwischen den Rollen der Beschwerdeführer:innen, Vertreter:innen der Staaten, Journalist:innen und Mitgliedern der Konvention wählen und anschließend gemeinsam mit einem Partner versuchen, in der zuvor vorbereiteten Debatte die eigenen Ziele demokratisch durchzusetzen und Ideologien verständlich zu machen. Am Ende berieten sich die Schüler*innen, die die Konvention bildeten und verkündeten ihr Urteil und sprachen eine Empfehlung zum zukünftigen Handeln aus.

Als wir gemeinsam über diese vier Sitzungen reflektierten, ließ sich ganz klar ein grundsätzliches Interesse an der Thematik des internationalen Rechts erkennen und viele hätten sich vor allem einen tieferen Einblick in die Thematik der letzten Sitzung gewünscht. Insgesamt bestand große Zufriedenheit mit der Erfahrung und die Exkursion zum internationalen Seegerichtshof wurde zum Favoriten erklärt.

Fotos: B. Stinsmeier

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