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Zwei Wochen in Trento (Italien)
Foto: privat

Zwei Wochen in Trento (Italien)

Geschrieben von Nele Hugk, S1 am Dienstag, 01. Dezember 2015

VORHER

April 2015: Frau Tortato erzählt mir von der Möglichkeit eines Familienaufenthalts in Trient, der vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) organisiert wird. Es geht um ein Stipendium. Voraussetzungen sind mindestens zwei Jahre Italienischunterricht, gute Leistungen, vor allem aber Motivation und gute Umgangsformen, da das Land vertreten werden soll. Man muss mindestens 15 Jahre alt sein und sollte kein Muttersprachler sein.

13. Mai 2015: Spontan beschließe ich, nach Wandsbek zu fahren. Ich bin auf dem Weg in die Behörde für Schule und Bildung, um dort meine Bewerbungsunterlagen, die aus einem Bogen persönlicher Angaben und einem Empfehlungsschreiben von Frau Tortato bestehen, einzureichen.

22. Mai 2015: Ich erhalte eine Mail von der Behörde. Ich werde im September mit 42 anderen Schülern aus ganz Deutschland zwei Wochen in Italien, Südtirol, Trient verbringen.

6. September 2015: Ich sitze im Zug nach München. Das Bahnticket (19€ Sparpreis!) ist das einzige in den nächsten zwei Wochen, was nicht im Stipendium inklusive ist. In München treffe ich auf 42 andere Schüler, zwei Begleitlehrkräfte und Frau Lange (vom PAD). Es gibt eine kurze Begrüßung, dann Organisatorisches. Relativ schnell müssen wir zu unserem Zug, der Richtung Italien fährt. Abends warten unsere Gastfamilien bereits am Bahnhof, um uns abzuholen.

NACHHER

19. September 2015: Die Zugfahrt von Trient nach München kommt mir genauso kurz vor wie die letzten beiden Wochen voller neuer Eindrücke. Ich denke an meine Gastfamilie, bei der ich zwei Wochen wohnen durfte und die mich herzlich aufgenommen hat, an die Ausflüge, die wir mit der ganzen Gruppe, allen deutschen und allen italienischen Schülern gemacht haben. Wir waren in Mailand auf der EXPO, im MuSe (modernes Naturkundemuseum), Wandern in der Bletterbachschlucht, beim Gardasee und am Lago di Ledro, bei Ferrari, in einer der bekanntesten Weinkellereien Südtirols und natürlich waren wir auch alle zusammen Pizza essen. Wenn keine Ausflüge mit der Gruppe anstanden, waren wir mit unseren Gastgeschwistern in der Schule und haben danach die Zeit mit unseren Gastfamilien verbracht. Ich denke an die Berge und das, für deutsche Verhältnisse, sommerliche Wetter. An all die tollen Menschen, die ich in nur zwei Wochen kennengelernt habe.

Heute: Mit meiner Gastschwester (17) habe ich immer noch Kontakt. Sie schreibt mir auf deutsch, ich antworte auf italienisch. Ich merke im Italienischunterricht, dass ich nach nur zwei Wochen in Trient deutlich mehr verstehe als vorher. Vielleicht kommt meine Gastschwester mal nach Hamburg, ich will auf jeden Fall irgendwann noch einmal zurück nach Trient, in die kleine italienische Stadt umgeben von Bergen.

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