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Lerncoaching am Gymnasium Altona

Geschrieben von Jürgen Wunder am Samstag, 10. Januar 2015

Seit gut einem Jahr findet an unserem Gymnasium „Lerncoaching“ im Rahmen des Förderprogramms statt. Ich coache Schülerinnen und Schüler um – allgemein gesagt –Lernprobleme aufzulösen.

Da ist z.B. Schüler/Schülerin X ; er/sie hat häufig die Hausaufgaben vergessen. Daraus hat sich natürlich ein ernstes Problem entwickelt: Die Note hat sich verschlechtert; Mitarbeit im Unterricht ließ deutlich nach; es gab neben dem Stress mit der Lehrkraft auch Ärger mit den Eltern, die wiederum ratlos sind, wie sie ihr Kind wieder „in die Spur bringen können“. Die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer meldet das Kind für das Lerncoaching an. Wir treffen uns einmal in der Woche (mit drei anderen Kindern; alle aus den 6./7. Klassen) und gehen das Thema Hausaufgaben an. In einer ersten Runde biete ich den Kindern immer an, mitzuteilen, ob sie ein Thema zur Besprechung haben. Dabei geht es um Probleme und Erfolge!

Selbstverständlich gilt Vertraulichkeit für alle Coachingteilnehmer/innen. Die Kinder können den Eltern allgemein über die Themen, die besprochen werden und über ihre individuelle Thematik berichten – aber nur ohne andere Schülerinnen/Schüler namentlich zu erwähnen. Es braucht eine Weile, bis die einzelnen Aspekte zu einem Thema angesprochen und bis danach realistische Verabredungen zur Lösung gefunden worden sind. Dann geht es daran, dass er/sie für sich verbindlich festlegt, welche Maßnahmen, Veränderungen vorgenommen werden.

Alle Kursteilnehmer/innen sind durchaus Fachleute auf dem Gebiet schulischen Lernens und können dementsprechend Anregungen machen. Eine der Aufgaben des Coachs ist es, diese Anregungen zusammen mit den Kindern auf Realisierbarkeit zu prüfen. Jede Maßnahme, jedes Vorhaben muss dem jeweiligen Kind auch gemäß sein, muss zu ihm/ihr passen. Dazu ein Beispiel aus dem oben geschilderten Thema „Hausaufgaben“: Kind X vergisst sie trotz eines Hausaufgabenheftes; es schreibt nicht alles auf, hat – kaum zu Haus – viele Dinge, die reizvoll sind, und schon ist es Abend. Da fällt ihm/ihr ein, dass noch Lateinvokabeln zu lernen sind (die anderen Hausaufgaben hat Kind X nicht mehr im Kopf). Es liest sich drei Mal die Vokabeln durch und geht beruhigt schlafen. Am folgenden Tag kommt das dicke Ende.

Wir prüfen:

  • Wie kann Kind X gewährleisten, dass alle Hausaufgaben eingetragen werden;
  • Wie kann Kind X verlässlich (z.B. bis zu einem Zeitpunkt 17Uhr z.B.) klären, was zum nächsten Tag zu tun ist.
  • Braucht Kind X vielleicht jemanden, mit dem/der Unklarheiten bei Aufgaben geklärt werden.
  • Wer kommt infrage?
  • Vielleicht muss sich Kind X bewusst machen, wie viel Zeit es für bestimmt Aufgaben braucht. U.a.m.

Um diese Maßnahmen zu realisieren, braucht man Zeit und Unterstützung, die im Lerncoaching gegeben wird. Es geht beim Coaching weiterhin darum, die Stärken eines Menschen aufzuwecken, bewusst zu machen, zielgerichtet auch für das Lernen einzusetzen. Es gibt durchaus Erfolge, die sich die Schülerinnen und Schüler erarbeitet haben: Steigerung der Mitarbeit im Unterricht, verlässliche Erledigung der Hausaufgaben, Verbesserung der Vorbereitung auf Tests.

Falls Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie mich gern über meinen Facebook-Account „Jürgen Wunder Coaching und Konfliktmanagement“ und auf meiner Homepage finden Sie Mailadresse und Telefonnummer.

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