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Garten Querbeet
Foto: Corinna Jechoux

Garten Querbeet

Geschrieben von Robert Helfrich, 6c am Freitag, 01. Juli 2016

Es ist ein Tag wie jeder andere, die Pause ist unmittelbar zuvor geendet und nun sitzt die ganze Klasse 6c im Klassenraum. Herr Puderbach ist anzumerken, dass er etwas Bestimmtes anzusprechen hat. Es ist so eine bestimmte Atmosphäre, die um ihn herum Einzug erhalten hat... so eine Mischung aus Vorfreude und noch etwas. Lehrer haben das wohl so an sich. Er reibt sich grinsend die Hände und fängt an zu reden.

Die Überraschung ist groß; Ein Projekt für einen Wettbewerb! Es handelt sich hierbei um eine allgemeinnützige Arbeit, die ein Teil von Wald und Feld in die Schule und das Umfeld aller Schüler bringen soll. Die Arbeit wird aufgezeichnet und in Form eines kleinen Filmes eingesendet. Die 10 Gewinnerschulen bekommen jede eine eigene Schulküche als Preis. Mit Hilfe von Elternsprechern wird in der nächsten Stunde eifrig geplant, geschrieben und eingeteilt. Schließlich ist alles vorbereitet.

Die Filmgruppe wird die Arbeit aufnehmen und das Material am Ende zu dem kleinen Film über die hier stattgefundene Umsetzung des Projektes verarbeiten. Die Baugruppe ist für die handwerklichen Facetten bestimmt, z.B. Holz sägen, alte Nägel entfernen oder ähnliches. So wurde die Arbeit gerecht an alle Gruppen verteilt: Die Orgagruppe, die Besorgungsgruppe, die Pflanzgruppe, die Baugruppe und die Filmgruppe.

Neben der Mensa ist der Schulgarten, der jetzt nicht mehr als ein verwahrlostes Stück Brachland ist, voller Unkraut, Steinen und Brettern. Unter anderem das wollen die Schüler der 6c ändern. Denn es sind auch noch Hochbeete geplant. Während an normalen Tagen bestimmter Unterricht ausfällt, um sich primär auf die Restaurierung des ehemaligen Gartens zu konzentrieren, wird ein Donnerstag zum legendären „Projekttag“. Jeder Schüler legt sich mächtig ins Zeug, denn es muss viel getan werden, Hochbeete müssen in vielen verschiedenen Schritten gebaut, vielschichtig gefüllt, bewässert und anschließend bepflanzt und wieder bewässert werden. In halbfertigem Zustand werden sie von VIER Schülern über das halbe Schulgelände getragen, danach müssen Schubkarren von Erde am laufenden Band von A nach B transportiert werden um alle VIER Hochbeete mit ausreichend Ressourcen zu versorgen. Es wird geschleppt bis zum Abwinken. Außerdem muss der fast fertige Schulgarten aufgelockert, in Beetabschnitte unterteilt, bepflanzt und bewässert werden und während das Filmteam alles fleißig dokumentiert, entstehen im Laufe des Tages mehrere grüne Flächen, auf denen Kräuter, Beeren und Gemüse angebaut werden, mitten in der Großstadt. Am Ende ist die Klasse 6c stehend k.o., aber um so stolzer. Es ist wirklich schön geworden und hat das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Auch wenn mit so etwas natürlich große Verantwortung in unsere Hände fällt, wurden der Film und ein zuvor von einer Mädchengruppe erstelltes* Lab Book (weiß nicht wie das heißt) (Anmerkung der Redaktion: Protokoll der Erarbeitung und Erforschung eines Themas; Dokumentation der Projektarbeit) eingeschickt und das Gymnasium Altona ist der Perfektion wieder ein Stück auf die Pelle gerückt.

Fotos: Corinna Jechoux

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