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Tonio Kröger - Tagebucheinträge

Tonio Kröger - Tagebucheinträge

Geschrieben von Schülerinnen des PGW-Profils (Wm, Deutsch Gn), S4 am Donnerstag, 02. März 2017

Tagebuchnotizen der literarischen Figur Tonio Krögers zu seinem Dilemma zwischen Künstler- und Bürgertum:

Irrwege umranken mich

Leere erfüllt mich

Kälte umhüllt mein Herz

Jedes Leben stand mir offen

Doch Schillers König weint in mir. (Henni, S4)

Mein liebstes Tagebuch,

du bist wohl das Einzige, was eine liebende Beziehung zu mir aufweist. Die Zerstörung gewohnter Familienkonstruktionen ist wohl eine Illusion derjenigen, die eine Erklärung suchen, warum ich alles verlassen habe, was mich bis jetzt im Leben begleitet hat.

Doch es ist mehr meine künstlerische Entwicklung, die mich zu solch drastischer Maßnahme verleiten ließ. Wer bin ich und wo will ich hin?  Eine Frage, die mich stets auf meiner Reise begleitet, ich will die Türen für alle öffnen, die nicht hinter die hohen Mauern schauen können, die uns umgibt. Es ist eine innere Zerrissenheit, voller fehlender Vollkommenheit, die mich antreibt. (Lucca, S4)

Was nützen schon ein wacher Geist und Erkenntnis in einer trüben Blase, undurchsichtig und allumfassend, aus der ich nicht herauszuschreien vermag? Sei jeher bin ich gefangen in einer Welt aus Versen und sie legt mich in Ketten, kalt aber sichernd, Hans oder Inge - begeistern konnte ich sie nicht für mich. Erst mein später Erfolg schenkte mir Beachtung, aber dennoch keine Zuneigung. Zumindest keine, die Bestand hatte oder wirklich zu mir durchzudringen wusste. Ein Leben in Einsamkeit, in gefühlter viel mehr als in tatsächlicher, scheint mir mein Schicksal. Füllten auch 100 Damen und Herren mit mir den Raum, so bin ich doch alleine. Herrscht Klirren und Geplärre in einem, so vernehme ich doch nur Stille. Und diese Ruhe ist es, die mich schafft. Und doch schaffe ich nichts in ihr. (Daphne, S4)

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