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Amerika 2

Exkursion der S2 ins Theater Lübeck

Geschrieben von Floris Hasse, S2 am Freitag, 24. April 2015

In ausgezeichneter Stimmung stieg der Deutschkurs des zweiten Semesters in Begleitung zweier Abiturienten und unserer Deutschlehrerin am Sonntagnachmittag (19.04.2015) am Hamburger Hauptbahnhof in den Zug nach Lübeck. Es war der Besuch der Theatervorstellung "Amerika" von Franz Kafka im Theater Lübeck geplant. 

Der gleichnamige Roman Kafkas ist momentane Unterrichtslektüre im 2. Semester und Teil der schriftlichen Abiturprüfungen im Fach Deutsch. Dies war einer der Gründe, warum wir von zwei Schülern aus dem 4. Semester begleitet wurden, die sich zum einen die tolle Chance, mit uns in Theater gehen zu dürfen, nicht entgehen lassen und zum anderen den Stoff für die bald anstehenden Prüfungen wieder auffrischen wollten. Für unseren Kurs war es bereits der zweite Theaterbesuch in der Oberstufe, nach dem Besuch der Vorstellung „Romeo und Julia“ am Thalia-Theater. Nach einem kurzen Spaziergang vom Bahnhof zum Theater gingen alle gelassen und entspannt, versehen mit Beobachtungsaufträgen von Frau Grusnick, in die Vorstellung.

Die vielfach gelobte Inszenierung von Mirja Biel wurde auch von unserem Kurs positiv aufgenommen. Das nur von sechs Schauspielern gespielte Stück war originell inszeniert und überzeugte mit bitterböser Komik. Bei einigen teils auch sehr grotesken, anstößigen Szenen und Figuren wie zum Beispiel dem kotzenden Landstreicher Robinson konnten sich selbst die ernstesten Seelen ein Grinsen nicht verkneifen. Besonders einmalig war auch die Anfangsszene, in der Karl Roßmann, der Protagonist, nacheinander wieder und wieder als andere Person erschien und sich dem Publikum vorstellte, bis alle Schauspieler schließlich in einem Wirrwarr wild durcheinander sprachen und der echte Karl aus einem der Koffer auf die Bühne stieg (s. Foto unten). Genauso hat unseren Kurs das abrupte Ende der Geschichte überrascht, als Karl Roßmann im Theater von Oklahoma ankommt und man mit der Frage „Wer sind Sie?“ zur Leitfrage der Identität Karls, welche bereits in der Einführungsszene angedeutet wurde, zurückgeführt wird.

Die Wartezeit auf den Zug nach dem Theater wurde bei einem Getränk in der Theaterbar, mit einem Eis oder einer kurzen Sightseeingtour überbrückt. Müde aber immer noch bei guter Laune stiegen wir in unseren Zug zurück nach Hamburg. Die Theatervorstellung lieferte reichlich Anregungen und Gesprächsstoff für uns Schüler. Im Zug wurde noch eifrig spekuliert und versucht, die Vorstellung zu interpretieren. Am Ende einer langen Diskussion konnte schließlich für alles eine Erklärung gefunden werden. Zurück am Hamburger Hauptbahnhof verabschiedeten sich alle zügig voneinander und jeder nahm seinen Zug nach Hause, das nächste Wiedersehen war ja bereits am nächsten Morgen in der Schule. Mir, und damit spreche ich bestimmt für die ganze Gruppe der interessieren Theaterbesucher, hat der Ausflug sehr gefallen. Ein wirklich gelungener Abend! Wir freuen uns schon auf den nächsten Theaterbesuch!

Fotos: Kerstin Schomburg

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