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Ein Verlag zu Besuch am Gymnasium Altona
Foto: privat

Ein Verlag zu Besuch am Gymnasium Altona

Fünf Berliner aus dem Cornelsen Verlag unterwegs an der Basis

Geschrieben von Cornelsen Team am Sonntag, 17. April 2016

Die Digitalisierung macht nicht vor der Schule halt. Und auch die Verlage haben die Aufgabe, sich zunehmend auf digitale Angebote zu konzentrieren. Doch wie und womit können Schüler*innen am besten lernen, Lehrkräfte gut unterrichten und beide rund um den Unterricht von Seiten der Verlage am besten unterstützt werden? Das wollten wir herausfinden: 

Wir – das sind fünf Leute aus dem Cornelsen Verlag in Berlin:

Holger Tuletz – Product Owner (Verantwortung für das Produkt)

Manuel Rauch – UX-Designer (UX steht für User Experience, verantwortlich für Design und gute Bedienbarkeit)

Maya Brandl – Redakteurin für Mathematik

Ralph Williams – Redakteur für Englisch

Grit Ellen Sellin – Redakteurin für Deutsch.

Und so ließen wir den Büroalltag für drei Tage ruhen und fuhren nach Hamburg. Mit Frau Grusnick entwarfen wir einen Plan für den 4., 5. und 6. April. Dabei entstand die Idee, sich auch direkt in die Rollen hineinzubegeben. So folgten drei von uns (Maya, Holger und Ralph) wie Schatten einzelnen Schülern und nahmen am Unterricht der 11. Klassen teil. Die Schülerpaten  Clara, Mert und Noah halfen dabei, den Schüleralltag so realistisch wie möglich zu erleben. Wieder Schüler zu sein - das war wohl die anstrengendste Aufgabe!  Die beiden anderen (Grit und Manuel) hefteten sich an die Fersen von Frau Grusnick, Frau Pilscheur und Frau Jerxen und nahmen aus dieser Position den Unterricht wahr.

Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, die Unterrichtsphasen der Schüler*innen und Lehrkräfte zu analysieren, wollten die Probleme und Bedürfnisse erfahren und vor allen Dingen einen Eindruck erhalten, wie der Alltag an einem Gymnasium in der Oberstufe läuft. Zugegeben, ein hoher Anspruch! Und es war nicht gerade typischer  Alltag! Zeitgleich waren zahlreiche internationale Lehrkräfte aus dem Erasmus-Programm an der Schule. Außerdem gab die Mottowoche an den letzten Unterrichtstagen der 12.Klassen dem Aufenthalt noch einen besonderen Reiz. Und letztendlich war es auch nur ein kleiner Einblick, denn drei Tage sind wirklich wenig und reichen kaum aus, um alltägliche Schulerfahrungen zu sammeln. Doch diese drei Tage mitsamt den Gesprächen waren nicht nur spannend, sondern auch abenteuerlich und bargen neue, unbekannte Herausforderungen, z.B. „Wo war noch einmal der Raum?“, „Wann fängt die Stunde an?“, „Wo war ich mit der Lehrerin verabredet?“, aber auch: „Wie komme ich ohne Flecken aus der Mensa?“

So saßen wir nicht nur im Unterricht, sondern versuchten auch aktiv daran teilzunehmen und sprachen mit Lehrkräften und Schüler*innen über ihre Bedürfnisse. Wir stellten unsere Ideen vor und bekamen viele wichtige Rückmeldungen. In einer Stunde einer 11.Klasse organisierten wir einen Workshop. Wir fragen nach den Lieblings-Apps, den pains (Schmerzpunkten) und gains (Motivatoren) für das Fach Deutsch. Anschließend erarbeiteten die Schüler*innen gruppenweise ein Poster, auf dem sie ihre Ideen vorstellten. Innerhalb kurzer Zeit entstanden innovative Produktideen, z.B. der Germinator - eine App für Textanalysen, mit Lernvideos und vor allen Dingen mit einer Community. Oder  die GRAMMAPP zum Einscannen von Texten, eine Anwendung, die Fehler erkennt und Regeln anbietet anbietet. Sieger war eine Datenbank mit Interpretationen, geschrieben von Schülern für Schüler, eventuell noch kombiniert mit einem Belohnungssystem - INTERPRETGRAM. Wir waren einfach nur begeistert!

Was bleibt nach der Rückkehr, nach der Ankunft im Berliner Büroalltag? Erinnerungen an tolle Gespräche mit engagierten Lehrkräften und interessierten Schüler*innen, spannende Unterrichtssequenzen, das angenehme Verhältnis zwischen Schüler*innen und Lehrkräften und vor allen Dingen – ein großer Respekt vor dem Schulalltag. Aber auch die Aufgabe, diese Erfahrungen bei der Produktion eines neuen Produktes am besten umsetzen und ein Produkt zu schaffen, dass allen bei der Optimierung des Unterrichts und des Lernens hilft.

Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle an das gesamte Kollegium des Gymnasium Altona, an die Schüler*innen und Lehrkräfte, die uns geduldig ertrugen und mitnahmen, unsere Fragen beantworteten, und vor allem an Frau Grusnick für die tolle Organisation. Dankeschön auch an Frau Pilscheur, Frau Jerxsen und die Paten Clara, Mert und Noah sowie an den Schulleiter Herrn Grübel, der diesen Aufenthalt möglich machte. Wir hoffen auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit und würden uns darüber sehr freuen.

Fotos: Holger Tuletz und Team
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