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Transnationales Erasmus+-Treffen in Huelva (Spanien)

Geschrieben von Anja von Seth, Koordination Erasmus+ am Dienstag, 01. November 2016

In der letzten Septemberwoche war es wieder soweit; die Erasmus+ Koordinatorinnen sowie je ein weiteres Mitglied der Kollegien aller Partnerschulen trafen bei spätsommerlichen Temperaturen zu einem weiteren Koordinierungstreffen  an unserer spanischen Partnerschule IES San Sebastián zusammen. Neben den Besuchen kleiner, lokalen Recycling und Upcycling Projekte (wir berichteten kurz) konnten wir uns ein Bild davon machen, wie weit unser Projekt an der Partnerschule Fortschritte gemacht hat und auch gemeinsam mit den spanischen Schülern an  verschiedenen Aktivitäten teilnehmen.

So bekamen wir in einem Workshop einen kleinen Einblick in die kreative Wiederverwertung von Nespresso Kapseln - welche übrigens zunehmend zu einem großen Umweltproblem werden -  die wir mit den Schülern in kleine tragbare Schmuckstücke und Dekor-Artikel verwandelten.
Schön war auch zu sehen, dass sich unsere spanischen Kollegen erst kürzlich mit einer Umweltorganisation vernetzt haben, die ähnlich wie wir, eine Kork-Sammelkampagne propagieren. Mit den Schülerinnen des Marketing Kurses gingen wir deshalb auf ihre erste „Korkenjagd“ in einigen der zahlreichen Restaurants der Innenstadt, in denen Carmen (Koordinatorin vor Ort) eine Woche zuvor darum gebeten hatte, Korken zu sammeln und für die Schule aufzubewahren. Wir waren erstaunt, wie schnell wir große Mengen an Korken zusammen hatten. Wegen des großen Erfolgs wollen die Schülerinnen und Schüler nun regelmäßig ihre Beute abholen und ihr Revier vergrößern. Mithilfe des von uns in Hamburg zusammengestellten Materials konnten sich die spanischen Schülerinnen und Schüler im Unterricht darüber informieren, dass es sich bei Naturkorken um einen wichtigen natürlichen Rohstoff handelt und wie dieser nachhaltig wiederverwertet werden kann.
Interessant war auch der Besuch des von den Schülern im Rahmen des Projektes angelegten Schulgartens in einem städtischen Park, für das die Stadtverwaltung Huelva freundlicherweise ein kleines Grundstück zur Nutzung zur Verfügung gestellt hat. Hier lernen die Schüler regional anzubauen und wie man aus dem Gemüse leckere und gesunde Gerichte zubereitet. Die Ernte darf mit nach Hause genommen werden. Erfreulicherweise verfügen wir dank eines anderen Projektes nun auch über einen kleinen Schulgarten (Danke Herr Puderbach und Frau Jechoux).
Ziel aller internationalen Zusammenarbeit ist es auch immer, etwas von einander zu lernen und gemeinsam etwas auszuprobieren.
In Huelva stand diesmal die Einführung einer Online-Tauschbörse für elektronische und technische Artikel in unseren Schulen auf dem Programm. Pedro, ein Informatik Schüler der IES San Sebastián, präsentierte und erklärte uns die Plattform, die in Huelva schon von einigen Schülern genutzt wird und die in Zukunft auch an unserer und den anderen Partnerschulen erprobt werden soll. Zum Glück hatte ich zu diesem Programmpunkt meinen Kollegen Herrn Klöckner zur Seite, so konnte er alle schlauen Fragen stellen und sich mit den richtigen Ansprechpartnern vernetzen und über technische Details austauschen, von denen ich so gut wie nichts verstehe.
Wir hoffen sehr, dass wir die Online-Tauschbörse auch bei uns etablieren können, denn es wäre eine sinnvolle Möglichkeit dem auch in unserer Schulgemeinschaft bestimmt reichlich vorhandenen „Elektro-Schrott“ neues Leben einzuhauchen.
An der geplanten Aufräumaktion des wunderschönen Atlantikstrandes mussten die Schüler eines Biologie Kurses leider ohne uns teilnehmen, da wir in einer Arbeitssitzung mit diversen Tücken des Internets zu kämpfen hatten und diesen Kampf leider verloren.
Entschädigt wurden wir aber mit einem nächtlichen Ausflug gemeinsam mit den jüngsten Schülern (Und ich dachte immer, unsere Schüler wären schon laut!!!) an den Dünenstrand mitten im Nationalpark, wo wir nach einem schönen,  kitschigen Sonnenuntergang  zu klassischer Musik und einem atemberaubenden Sternenhimmel (mit wenig Lichtverschmutzung) einer außergewöhnlichen Astronomiestunde lauschen durften.
Zum Schluss unseres Treffens wurden – wie immer- in einem Restaurant reichlich lokale kulinarische Köstlichkeiten aufgetischt, spontan live Musik gemacht und Sevillanas und Fandango gesungen und getanzt. Und natürlich führte kein Weg dran vorbei – auch Herr Klöckner und ich mussten zu fortgeschrittener Stunde deutsches Liedgut zum Besten geben und entschieden uns spontan für ein paar norddeutsche Stücke, hauptsächlich auf Platt.
Ende Februar 2017 gibt es ein Wiedersehen zum Karneval und Kostüm-Workshop in Süditalien und im Mai das Abschlusstreffen in Südfrankreich; beides mit Schülerbeteiligung.

Fotos: Anja von Seth

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